Langes Durchhalten bei der Hacking-Night des Information Security Day

Coding und Energy-Drinks en masse: Die Hacking-Night des ISD war für alle Teilnehmer ein großer Spaß, der neue Erfahrungen, aber auch neue Bekanntschaften gebracht hat.

Betreut und organisiert wurde die Hacking-Night durch das Capture the Flag-Team der Ruhr-Universität Bochum, den Flux Fingers. 18 Stunden am Stück versorgten sie die Studierenden mit Aufgaben und dem nötigen Handwerkszeug für erfolgreiche Hacker. Bei Rockmusik und entspannter Atmosphäre konnten sich die 30 TeilnehmerInnen in Viererteams an den Challenges versuchen.

Die Themen der Hacking-Night

Die Teilnehmer der Hacking-Night konnten ihr Können an zahlreichen Themen erproben: Logical Flaws, SQL Injections, Encryption und Decryption, Brut Force, WPA2, Reverse Engineering und Regular Expressions forderten die TeilnehmerInnen mit Challenges in verschiedenen Schwierigkeitsstufen heraus. Zu einigen Themen hielten die FluxFingers kurze Vorträge, bei denen die Studierenden mehr darüber lernen konnten, wie man welche Sicherheitslücke stopfen, aber auch ausnutzen kann. Bei anderen Themen half auch eine kurze Internetrecherche weiter, anhand der dort veröffentlichten Anleitungen können auch interessierte Laien einfache Angriffe durchführen. Im Laufe des Abends wurden immer mehr Themenbereiche freigeschaltet, sodass die Studierenden die Reihenfolge der Aufgaben selbst wählen konnten. So herrschte an manchen Tischen konzentrierte Stille, andere wiederum nahmen das Ganze locker und mit viel Humor.

Das Spielprinzip: Können ist nicht alles

Wer eine Challenge gelöst hatte, musste allerdings erst noch auf das Glück hoffen: Durch das Werfen mit einem großen Plüschwürfel wurde bestimmt, um wie viele Felder das Team auf dem digitalen Spielbrett vorrücken durfte. Die tatsächliche Punktezahl, die das Team für die Aufgabe bekam, stand erst auf dem gewürfelten Feld. Durch diesen Glücksfaktor wurden große Unterschiede zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Hackern relativiert, damit kein Team allzu weit auf dem Spielfeld zurückbleibt. Landete das Team auf einem Sonderfeld statt auf einem Punktefeld, musste ein Teammitglied gegen ein Mitglied des letztplatzierten Teams an der Retro-Spielkonsole antreten. Die FluxFingers wählten dabei per Zufallsmodus ein Spiel aus, wie z.B. Bomberman oder Mario Kart. Unterbrochen wurde die Hacking-Night nur durch kurze Essenspausen, für ein Nickerchen standen den Studierenden in einem extra Raum kuschelige Sitzsäcke zur Verfügung.

Die Sieger der Hacking-Night: Eine Überraschung

Trotz Energy-Drinks und Sitzsäcken haben nicht alle Teams die anstrengende Nacht bis zum Morgengrauen überstanden, etwa ein Drittel der TeilnehmerInnen gab sich vorzeitig geschlagen. So wurde das Ende der Hacking-Night noch einmal richtig spannend, als Team NASA in den letzten Spielstunden plötzlich an den anderen Teams vorbeizog und sich gewagt den ersten Platz erkämpfte.

Die Preisverleihung fand am ersten Kongresstag des Information Security Day durch Prof. Junker-Schilling und Prof. Weber statt. Wir gratulieren allen Teilnehmern herzlich zu Ihrer großartigen Leistung!

Überwiegend positives Feedback der Teilnehmer

Hörte man sich am nächsten Morgen bei den TeilnehmerInnen um, war das Feedback sehr positiv: „Cool“, „Lustig“, „Würde es nochmal machen“ waren einige der Aussagen – das freut uns natürlich sehr! Auch die FluxFingers bekamen großes Lob von den Studierenden für die tolle Organisation der Hacking-Night und ihr kompetentes und hilfsbereites Auftreten. Gut fanden die TeilnehmerInnen auch, dass sie in kurzer Zeit sehr viel lernen konnten und durch die gemischten Teams andere Studierende kennengelernt hatten, mit denen sie sonst eher nicht in Kontakt gekommen wären. Ebenfalls positiv wurde die Kombination aus Coding und Spielen bewertet. Abgesehen von den etwas älteren Semestern haben auch die meisten die langen 18 Stunden ohne größere Strapazen überstanden 😉

Kritisiert wurde lediglich der große Einfluss des Glücksfaktors bei der Punktevergabe, der insbesondere bei den Teams mit weniger Würfelglück Frust auslöste. Auch die Reihenfolge der besprochenen Hacking-Themen wurde teilweise nicht als optimal empfunden, was den Schwierigkeitsgrad zu später Uhrzeit anging.

Abschließend noch ein Wunsch von uns: Bei der nächsten Hacking-Night hätten wir gerne deutlich mehr weibliche Teilnehmerinnen! 🙂

Galerie

Eindrücke von der Hacking-Night finden Sie in unserer Galerie.

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